Traveling Vietnam 2016/17

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„hoan nghênh“ oder „Herzlich Willkommen“

Willkommen auf meiner „Traveling Vietnam“ Seite. Mein Freund Christian und ich waren von Dezember 2016- Januar 2017 in Vietnam

Genauer gesagt vom 27.12.16 – 18.01.2017. Wir sind von Nord nach Süd mit dem Rucksack. Diese Reise war anders als alles was wir zuvor erlebt haben. Es ist nicht wie sonst das Land, das einen so beeindruckt – es sind die Menschen in Vietnam.

Um es mal vorweg zu nehmen – wir waren in Hanoi, Sapa, Van Tha , Sao Pa, Halong Bay, Da Nang, Hoi An, Mui Ne, Phan Thiet, Can Tho und Saigon. Nicht wenig für den Zeitraum – aber gut zu schaffen.

Es ist berührend und beeindruckend, das ein Land, das so grausame Zeiten erleben musste, so eine Gelassenheit ausstrahlen kann. Vietnam lehrte uns, dass wir viel mehr dankbar sein sollten, für das was wir haben. Viel ruhiger werden sollten.. in Zeiten des Chaos und das alles seine Zeit braucht, wenn es am Ende gut werden soll. Ehrlich gesagt, war es früher nie in meinem Kopf als Urlaubsland.. und jetzt bin ich für diese Erfahrung unendlich dankbar und hoffe sehr, dass ich auch nach dem Urlaub die Erfahrung und Lehren des Landes mitnehmen kann in den Alltag.

Das erste mal im Reisebüro waren wir Ende August und zu diesem Zeitpunkt sollte ein Non-stop Flug – 640,00 Euro kosten. Frankfurt – Hanoi – und Saigon – Franfurt zurück.

Irgendwie mussten wir aber noch Urlaub einreichen, so dass wir erst 2 Wochen später den Flug tatsächlich buchen konnten – und da war er dann ärgerlicherweise schon 200 Euro teurer… also Tipp Nr 1: bucht so früh wie möglich. Und bucht einen Non-Stop Flug.. Ihr seid sonst wirklich echt kaputt – vor allem auf dem Rückflug!

Tipp Nr. 2: Fliegt zuerst in den Norden nach Hanoi.. und dann von Saigon zurück. Die Gründe werde ich Euch im Laufe bzw. am Ende des Reiseblogs noch einmal erläutern.

Geflogen sind wir mit Vietnam Airlines ich war wirklich sehr zufrieden mit der Fluggesellschaft. Ich habe übrigens Flugangst. Dies nur mal am Rande, fliege aber trotzdem schon seit ich 14 bin jedes Jahr… mal sind die Flüge gut – mal sterbe ich ein wenig. Nur aufs Reisen will ich nicht verzichten. Solltet Ihr auch nicht!

Tipp Nr 3: Wir hatten auf dem Hinflug : Economy Plus. Ein Traum im Vergleich zur Holzklasse auf dem Rückweg. Wer 12 Std. fliegt sollte wirklich die 80 Euro mehr ausgeben und Economy Plus buchen… von mir aus auch 100 Euro. Man fühlt sich sonst total eingeengt.. und das ist auf Langstreckenflügen wirklich schlimm. Überlegts auch… ich flieg nie wieder Economy auf Langstrecke.. das tue ich mir nicht mehr an!

Cảm ơn Vietnam !

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27.12.2017 – Take off – von Frankfurt am Main nach Hanoi, non-stop

Kaum das Weihnachtsessen und den guten Wein verdaut, so gehts schon ans packen. Der Flieger soll um 13.30 Uhr abheben – und weil deutsche Pünktlichkeit beim Flieger tatsächlich mal hinhaut.. bei der Bahn lässt das ja oft zu wünschen übrig – sitzen wir also im Flieger der Vietnam Airlines und noch dazu in der „Economy Plus Klasse“ Ho, ho, ho… das hat schon Vorteile.. wir haben nur 2 Sitze – Sesselartig – nebeneinander – also kein Gequetsche in 3er Reihen oder noch mehr. Der Fernseher ist lässig in der Armlehne integriert und die Beinfreiheit „wunderbar“. Kaum hat man die Flughöhe erreicht, schwebt das asiatische Flugpersonal herbei und bringt uns erstmal Decken, Kopfkissen, Hausschuhe, und einen kl. Beutel mit Socken, Zahnbürste und ähnlichen Nettigkeiten nebst Kopfhörer. Das Programm der Filme, Musik etc… ist in Ordnung – wer Flugangst hat findet sogar ein Antistressprogramm – und wer sich sonst ablenken möchte.. tut dies vllt. mit Frustessen – denn das ist machbar. Gefühlte alle 20 min. wird irgendwas zu essen oder zu trinken angeboten. Irgenwann wird dann auch das Licht abgedreht.. Schlafenszeit.

Wir landen in Hanoi und bekommen das erste mal die vietnamesiche Gelassenheit zu spüren… denn das Warten auf die Koffer wird zur ersten Geduldsprobe… – by teh way: Geduld ist jetzt nicht so wirklich Christians und meine Kernkompetenz. Es dauert wirklich über 1 Stunde.. bis sich dann so langsam mal Koffer für Koffer aufs Band quält.. und auch endlich sind unsere Rucksäcke dran. Als nächstes hielten wir Ausschau nach unserem Pick up Service vom Hotel… Geduldsprobe Nr. 2: Niemand war am Flughafen. „Na bravo“ – nur die Ruhe behalten… irgendwie kommen wir zum Hotel. Christian hat sich dann beruhigend eine Zigarrette draußen angesteckt.. ja, er raucht – fällt aber zumindest in Vietnam echt nicht ins Gewicht.. wer da austeigt.. hat innerhalb 1 Std. genug Abgase in der Lunge – aber dazu später. Plötzlich erspähe ich ein Schild mit Susi Krieghoff als Aufschrift und man mag es kaum glauben.. aber der Pick up Service hat uns endlich erreicht.

Im Nachhinein verstehen wir jetzt,warum es quasi unmöglich ist in Vietnam pünktlich zu sein. Der Verkehr liegt einfach immer wieder so brach.. verknotet sich.. und entknotet sich wann er mag – da kann man einfach nichts wirklich berechnen – und schon gar nicht die Dauer des Verkehrs. Der ganz normale Wahnsinn – Verkehr rund um die Uhr in Vietnam karte-6-164

Wir erreichen das Hotel und sind schon während der Fahrt völlig überwältigt von:

den Massen an Vespas, Roller- und Mofafahrern
dem ständigen Hupen – dass wir überhaupt zunächst nicht deuten können
dem Chaos auf den Straßen
dem Talent die Roller so vollzupacken, dass man den Fahrer nicht mehr erkennntj
der Tatsache, dass hier auf einen Roller meistens 3 – 5 Leute passen
es irgendwie gar keine Regeln gibt… jeder fährt wie er will – und keine Unfälle – Hammer !
dem nie endenden Lärm
dem Smog, der sich direkt auf die Lunge legt
und der extrem hohen Luftfeuchtigkeit

Aber da sind wir auch schon am Hotel… ok – schon heisst… nach ca 45 min….

Das B&B liegt direkt in der Altstadt. Hanoi ist wirklich sehr traditionell, man glaubt zumindest ist der Altstadt, dass die Zeit stehen geblieben ist.

Die Altstadt besteht aus 32 Straßen – die jede für sich immer einem Thema zugeordnet sind. Soll heißen: In einer Straße gibts nur Werkzeuge, Leitern, Handerwerksbedarf. In der anderen dann Klamotten, in der nächsten Schuhe, dann wieder nur Gemüse etc. Es gibt sogar eine Straße nur für Beerdigungen – und natürlich eine Straße nur mit kl. Café `s.

Hanoi hat natürlich auch eine „VIP“ Seite… es gibt sie, die Geschäfte wie Prada, Christian Louboutin Schuhe, etc.. – nur wollten wir diese Seite nicht wirklich erkunden. Dafür braucht man schließlich nicht 12 Std. fliegen – aber wer unbedingt Luxus kaufen möchte.. es gibt ihn auch in Hanoi.

Über die weiteren Sehenswürdigkeiten mag ich gar nicht schreiben – ich glaube, dass jeder sich a) selbst aussucht, was er sehen möchte und b) es sinnfrei ist, seine persönlichen Eindrücke über die Zentralbibliothek etc. zu schildern – muss jeder für sich selbst beurteilen.
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„Hoi An – Dein Charme hat es uns angetan“

Hoi An ist einfach schön… ich kann es nicht anders sagen – traditionell und doch touristisch. Irgendwie eine Mischung aus Chaos, Tradition, Beachfeeling und Asien. Wir sind der Meinung – Hoi An ist ein MUSS für Touristen. Die Altstadt bietet wie überall wo Touristen vermehrt auflaufen, die üblichen Geschäfte – aber auch wieder Pagoden, landestypische Markthallen, in denen an der einen Ecke kl. Stände mit Streefood ihr Essen verkaufen und ander anderen Ecke, geschlachtete Tiere in der Auslage liegen. Inmitten der flanierenden Touristen sieht man Vietnamesinen, die landstypisch ihre Ware in Körben mit sich tragen – die durch eine lange Stange verbunden sind.

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Wer in Hoi An ist, sollte wissen, dass der Ort für seine Schneiderwerkstätten sowie Lederwaren bekannt ist. Wer also vor hat demnächst zu heiraten oder einfach mal ein maßgeschneidertes Outfit haben möchte, der ist hier richtig. Nehmt Euch ein Foto mit von dem Kleidungsstück Eurer Wahl und innerhalb von 24 – 48 Std. habt ihr ein echtes maßgeschneidertes Schätzchen vor Euch liegen. Aber natürlich gibt es auch hier Unterschiede in der Qualität. Oft sind die Stoffe günstig, aber qualitätiv nicht so doll – wer hier gehobenen Standard möchte, muss auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Unbestritten, ist es aber immer noch unschlagbar günstig. Genauso verhält es sich mit Schuhen.. Wir hatten kurz mal drüber nachgedacht, uns auch etwas machen zu lassen – aber zum einen fehlte es uns an Zeit und zum anderen, ist ein Rucksack einfach nur begrenzt zu bepacken.

Es gibt in Hoi An schöne Stellen am Strand – aber auch hier muss an ein wenig suchen. Viele Strandabschnitte sind oft verdreckt mit angeschwemmten Müll.

Wer einen anständigen und leckeren Kaffee in Hoi An trinken möchte – der möge dieses Laden aufsuchen.. und nicht vergessen „EGG Coffee“ 🙂

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Wir haben übrigens ein merkwürdes Phänomen in Hoi An entdeckt – nämlich das „verschwinden von Geschäften und Läden“ – grins – da entdeckt man den unfassbare leckersten Smoothie Laden und möchte ihn am nächsten Tag wieder finden.. und findet ihn nicht mehr.. – und so war es mit anderen Läden auch. Gerade wenn man sie gegen Abend zum ersten Mal aufgetan hatte – man fand sie nicht wieder. Einige schon – aber der Smoothie Laden blieb verschollen. Vermutlich liegt es daran, dass alles sehr eng und so bunt und zahlreich ist, dass man einfach den Überblick verliert
In Hoi An wurden im 16. Jahrhundert der Handel zwischen China und Japan abgewickelt.

Die Japanische Brücke Chau Cau trennte am Tran Phu das Wohnviertel der Japaner von dem der Chinesen. Steineren Steinerne Figuren von Affen und Hunden an den Eingängen der Massivholzbrücke bezeugen den Baubeginn die Fertigstellung der Brücke.

Ein kleiner Tempel in einem Raum in der Mitte der Japanischen Brücke ist einem Flussgeist gewidmet.
Eine Legende sagt, dass die Japanische Brück für die Menschen eine mächtige Waffe gegen ein Monster namens Mamazu war. Der Kopf der Brücke zeigt Richtung Indien, der Schwanz nach Japan und der Rücken schützt Vietnam vor Erdbeben und andere Katastrophen.
Um das Jahr 1593 wurde die Brücke von japanischen Händlern erbaut um eine Verbindung mit den Chinesen am aneren Flussufer zu haben. Die ca. 20 Meter lange Brücke verbindet in Hoi An´s Altstadt die zwei wichtigsten Straßen: die Nguyen Thi Minh Khai und die Tran Phu.
Der Bau Die Japanische Brücke in Hoi An begann im Jahr 1596 (im Jahr des Affen) und wurde im Jahr 1595 (im Jahr des Hundes) fertiggestellt. Je ein Paar dieser Tiere sind aus diesem Grunde als Hüterstatuen an jedem Ende der Brücke über den Thu Bon River zu sehen.

Unser Reisetipp: Einmal im Mondmonat ist Vollmondfestival
Ein Anblick der besonderen Art zeigt sich wenn es dunkel wird. Im Licht des Vollmondes wird Hoi an zu einer großen Bühne. Die Altstadt wird für Autos und Motorräder gesperrt und mit traditioneller vietnamesischer Musik und Folklore wird der goldenen Zeiten und des Wohlstandes gedacht.(Wieder mal beeinddruckend, wenn man wie bescheiden dieses Volk ist – denn Wohlstand liegt immer im Auge des Betrachters)
Tausende von hier produzierten Lampions beleuchtet die Altstadt. Die Stadt erhellt sich auf eigentümliche Weise, und es ist ein Erlebnis entlang der Strassen zu flanieren und in einem der kleinen Restaurants den Ausblick auf den Fluss zu genießen.

Wir fanden diese kl. bunten Lampions so wunderschön, dass wir fast selbst welche gekauft hätten – aber wir haben uns gerade noch ausgebremst. Zum einen wieder als Grund der Rucksack – zum anderen wirken sie halt auch nur dann, wenn sie in einer gr. Vielzahl leuchten.. und den Platz haben wir leider nicht.. Ich muss das Foto noch raussuchen – dann stelle ich es hier ein.

Hoi An eignet sich super zum Fahrrad fahren – man hat hier schöne Möglichkeiten das Umland kennen zu lernen und es kostet umgerechnet 2,50 für den ganzen Tag/Fahrrad.

Als nettes Lokal und vor allem lecker können wir auch das „Wooden House“ empfehlen

Wooden House

Fortsetzung folgt

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Sapa – hoch im Norden – immer eine Reise wert!

Sapa war irgendwie beeindruckend – nicht vom Ort selbst.. denn der ist grottenhäßlich. Wir waren zunächst ja mit dem Bus nach Sapa gefahren. Das ist auch schon abenteuerlich – immerhin geht es auf 1400 m hoch – und das über Serpentinen, die eigentlich nicht für Gegenverkehr gedacht sind… aber natürlich gibt es diesen. Man hält einfach ab und an die Luft mal an – die Busfahrer sind aber geübt.

Sapa selbst ist in meinen Augen ein künstlich für Touristen gewachsener Ort. Hässlich, irgendwie wilder Stil an Bauten und, ich kann es gar nicht so richtig beschreiben, hässlich halt. Wir hatten die Tour ja über unser B& B Hotel gebucht. So wie wir es verstanden hatten, sollten wir an diesem Tag noch zu einem Markt geführt werden und irgendwie privat schlafen. – Soweit die Theorie…. es kam dann alles anders…

Wir stiegen aus dem Bus aus und fühlten uns im nächsten Moment irgendwie von ganz vielen in Trachten steckenden Frauen umzingelt. Die meisten redeten irgendwie auf uns ein und versuchten Ihre Ware an den Mann/Frau zu bringen. Es hat sich für mich jedenfalls erstmal nervig angefühlt und auch Christian – der eigentlich immer die Ruhe selbst ist – war zunehmend genervt. Dann sprach uns eine junge Frau an, die sympathisch wirkte. Klein, lustiges Gesicht, Tracht und Haare bis über den Po. Ihr Name war Zoey – natürlich wird der Name nicht so geschrieben.. aber ausgesprochen. Wie er tatsächlich auf vietnamesich geschrieben wird, hat sie uns irgenwann mal in den Sand gemalt – da ich aber über kein fotografisches Gedächtnis verfüge – haken wir die Sache mit dem Namen bitte unter „Zoey“ ab. Jedenfalls führte uns Zoey endlose Treppen hinauf zu einem Hotel, wo wir unsere Rucksäcke in einem Gepäckraum ablegen sollten. Ein junger Mann wies uns dann an, unsere Sachen, die wir für die Nacht brauchen, in unsere kl. Rucksäcke zu packen und wir sollten Gummistiefel ausleihen oder feste Schuhe anziehen. „Ratlose Gesichter“ bei Christian und mir. Aber nun gut… wir wollten ja Abenteuer… – und wir bekamen es –

Es bildete sich eine kl. Gruppe um Zoey und ich erahnte, dass wir den Trip mit ihr nicht alleine machen würden. Die Gruppe bestand aus ca. 10 Teilnehmern der unterschiedlichsten Art. 2 Australierinnen , einigen Chinesinnen, die allerdings nicht das beste Wanderoutfit hatten. So ging die eine Dame in weißen, offenen Sandalen – und weißen Strümpfen, die andere war komplett in weiß gekleidet und setzte noch einen weißen Hut auf (gaaaanz wichtig beim wandern!! ), weiterhin noch Engländer und Amerikaner. Tja.. und dann zog ich „Gott sei Dank“ mal kurz Zoey beiseite und fragt sie: was der Spuk denn eigentlich hier zu bedeuten habe.. und wie der „Plan“ sei. Zoey ist übrigens 20 Jahre alt – was in Sapa schon sehr alt ist für eine Frau… erklär ich aber später – und sie hat sich die englische Sprache selbst beigebracht durch Wanderungen und Tourguide für Touristen. Finde ich klasse – denn sie hat das ganz gut hinbekommen. Und so war es dann auch möglich, dass ich verstand, was den anderen Teilnehmern (bis auf Christian) die nächsten 3 km verborgen blieb.

Der Plan: wir gehen auf eine Markt und machen mal ne lustige Einkaufsrunde, wurde gestrichen. Ein kleiner Marsch über 10-11 km war angesagt.. .über Stock und Stein, Matsch und Büffelsch… – , steinige Felswege und rutschige Bergspalten.. . Kein Witz ,der Tough Mudder ist nicht viel anders..

Naja.. 10-11 km – ich hab mich innerlich gefreut (ich bin Läufer, laufe auch Marathon, da ist da nicht besonders viel) Aber wie die Gruppe das packen soll, und wir sind ja erst um 14.30 Uhr losgelaufen, in dem Outfit, die sahen ja alle eher aus, als würden sie max 1 km schaffen – Christian und ich waren skeptisch. Der war übrigens auch nicht wirklich erbaut.. lächel .. er ist gerne draußen.. aber einfach nur so rumzulaufen, gehört nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Nun setzte der Trupp sich aber erstmal in Bewegung – und ich sags gleich vorneweg: nach 1 km hat die Truppe das erste Mal schief geschaut und sich gefragt, wann die Shoppingmeile kommt. Nach 2 km und einigen Kletterübungen um auf und ab zu kommen.. wurde das murren schon lauter und Schweißperlen standen ganz offen den meisten auf der Stirn und Oberlippe. Nach 3 km konnte man den Rest der Truppe gar nicht mehr sehen. Zoey ordnete einen Pause an… und in dieser, hatte ich dann auch mal die Freude den anderen zu sagen.. dass nur noch läppische 8 km vor Ihnen lagen. Es waren mittlerweile auch erst 2 Stunden für 3 km vergangen.. – Mir schwante Schlimmes… und ich raunte Christian zu: dass wir vermutlich einige Verluste zu beklagen hätten und nicht unter 24 Stunden mit dem Haufen Wohlstandsbürger ankommen würden. Die Socken der Chinesin waren jedenfalls nicht mehr weiß und auch der Hut der anderen Asiatin hatte nebst weißer Kleidung schon fast abgedankt. Hinzu kam nun leider, dass alle erstmal in Schockstarre verfielen. Panik in den Augen – die Gewisseheit : zurück geht nicht.. und ankommen nicht unter den nächsten 4 Stunden. Halleluhja…

Aber … am Ende wird ja meistens alles gut. Ich will es nicht weiter vertiefen – wir kamen an. Im Dunkeln. Der Rest ließ sich abholen. Christan und ich marschierten weitere 2 km weiter mit Zoey zu einem homestay. 4 Grad Außentemperatur. Keine Heizung im Haus – offene Ritzen. Dafür ein offenes kl. Glutfeuer im Raum. Ein langer Tisch mit 6 Gästen aus Spanien, Malaysien – die uns mit offenen Armen an ihren Tisch baten. Der Tisch wurde reichlich mit Essen gedeckt und die Hausdame – eine sehr nette Vietnamesin , verwöhnte uns mit dem leckersten Essen… und mit „happy water“. Reisschnaps macht einfach alles erträglich – grins – er wärmt, heitert auf.. und man vergisst die Strapazen.

Geschlafen haben wir oben auf der Galerie auf Matratzen – wir bekamen unglaublich schwere Decken und saubere Kissen – und was soll ich sagen: man friert nicht. Unfassbar. Duschen gab es draußen und auch drin – einfach aber heiß! Gefrühstückt haben wir auch wieder mit allen anderen – und es ist irre.. man gewöhnt sich ganz schnell an die kalte klare Luft. Wir hatten übrigens am nächsten Tag Sonne… und die ist wirklich selten in Sapa. Meistens liegt dort alles im Nebel. Der Homestay war in Sao Pao.

Was ich noch zu Sapa sagen möchte: Die Mädchen von Sapa und dem Umland werden im Alter von 10 – 14 verheiratet. Die meisten bekommen ihre Kinder mit 12/13 Jahren. Manchmal haben sie die Möglichkeit noch den zugewiesenen Mann „los zu werden“ , wenn sie ihn partout nicht wollen nach der Hochzeit. Sie dürfen dann innerhalb der ersten 3 Tage keinen Sex mit ihm haben. Allerdings kommt es auch noch vor, dass die Mädchen von zuhause gekidnapped werden. Wenn sie allerdings mit dem Mann geschlafen haben, sind sie ihm verpflichtet bis zu seinem Tod. Nach der Hochzeit schneiden sich die Frauen die Haare nicht mehr. Nur wenn der Mann stirbt, werden die Haare abrasiert – erst wenn die Frau sie wieder wachsen lässt, ist dies ein Zeichen dafür, dass sie wieder bereit ist zu heiraten.

Das Umland von Sapa hat Berge bis zu 3000 m und liegt fast an der chinesischen Grenze. Sapa ist der höchstgelegene Ort mit knapp 1500 m. Die ärztliche Versorgung ist das Grauen – und die Mortalitätsrate hoch. Tja.. so ist das da. Um so faszinierender finde ich die Tatsache, dass sie sich die englische Sprache so prima selbst aneignen. Die Babys tragen sie übrigens immer auf dem Rücken – auch während der Reisernte. Und diese Kleinkinder und Säuglinge sagen keinen Mucks. Wir wurden ja von vielen Kindern und Frauen begleitet auf der Wanderung – zumindest immer ein kleines Stück. Man hört einfach nichts. Die Frauen wollen übrigens immer ihre selbstgemachten Sachen verkaufen – das kann ganz schön lästig werden. Da hilft nur : Augen zu und durch.

Wir sind am nächsten Tag auch noch mal 7 km gegangen – über Reisterrassen balanciert – reingefallen – im Matsch gelandet.. nasse Füsse bekommen.. – geflucht, geschwitzt und wirklich 800 Höhenmeter an jedem Tag marschiert – ich kann allen nur empfehlen festes Schuhwerk anzuziehen – aber am Ende hat sich die Reise gelohnt.. Sapa und Höhenland waren wunderschön.

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Halong Bucht – traumhaft schönes Weltkulturerbe…. hoffentlich noch lange, ich bin skeptisch….

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Nachdem unsere Reise in Hanoi gestartet war und wir dort 2 Nächte geblieben sind, hatten wir ja unseren Trip in Sapa fortgesetzt. Als nächstes war die Halong Bucht im Visier. Hier habe ich gerade eine gute Möglichkeit mal darauf hinzuweisen, dass zwar der Verkehr in Vietnam chaotisch ist – aber die Fahrtzeiten von A nach B – sich anfühlen, als mache man eine Weltreise. Der Grund ist die niedrige Fahrgeschwindigkeit in Vietnam. Man eiert so mit ca 60 km/h durch die Gegend – was allerdings vermutlich auch wesentlich gesünder für die Bandscheiben ist. Die Straßen in Vietnam sind einfach anders.. ich nenne es mal „speziell“. Wir alle kennen es nur zu gut, wenn in Deutschland die Straßendecke aufgerissen wird und monatelang Baustellenverkehr herrscht. Nicht so in Vietnam, dem Land der Ausgeglichenheit und Kreativität… der Modus in diesem Land ist ungefähr:

  • die Straße ist kaputt? – ja.. dann ist das halt so
  • die Straße ist kaputt und muss aufgerissen werden… – ei dann reißen wir sie halt auf
  • die Straße ist aufgerissen und bis auf den Schotter freigelegt – ja ist doch toll.. wo ist das Problem? Aber die Straßen sind nicht gesperrt – es gibt zum Teil bis 25/30 cm hohe Absätze? … „Ja, na und? Das Auto hat doch 4 Räder, die das verkraften – Stoßdämpfer können nicht kaputt gehen – es gibt ja kaum intakte“. Stell Dich nicht so an… fahr einfach – geht ja auch langsamer.

Und genau so funktioniert es … die Straßen sind zum Teil hinüber, zum Teil Baustelle – juckt aber keinen – man fährt einfach. Und wenn es rechts nicht geht, dann auf der Gegenfahrseite – gerne auch mal als Geisterfahrer .. pass halt auf, und fahr niemanden um.

Diese einleitende Erklärung nur dazu, dass Ihr auch versteht.. warum es wirklich die gr. Orga ist, von A nach B zu kommen. Wir wollten also von Sapa zur Halong Bucht. Also mussten wir im Bus von Sapa nach xy (Mist, den Ort hab ich jetzt vergessen) und von dort mit dem Nachtzug nach Hanoi…. Aber dazu komme ich später – es war die Silvesternacht.. in Hanoi haben wir dann morgens um 8.00 Uhr den Bus zur Halong Bucht genommen. Und waren bei der Ankunft erstmal erschlagen…

Mein lieber Herr Gesangsverein… welch ein Touristenwahnsinn. Aber eigentlich ja klar.. „Weltkulturerbe, jeder spricht davon, Tourismuseinnahme erster Klasse für die Vietnamesen“ – logisch, dass sie mit dieser Attraktion ihr Geld machen wollen. Schade nur für das Weltkulturerbe. Ich bin skeptisch, ob in 10 Jahren noch alles so intakt ist wie jetzt. Denn die Bucht ist bevölkert von Booten, Schiffen und Touristen…

Das übliche Programm zu dem man als Neugieriger herumgekarrt wird ist : erstmal aufs Schiff und sich mit den Gästen beschnuppern – es gibt gr. und kl. Schiffe – moderne und halb verrottete. Dann schippert man ein wenig herum und wird als dann zur Hang Sung Sot Höhle gefahren. Die Grotte der Überraschungen hat es in sich. Die Fahrt in die Lagune ist schon atemberaubend. Dann der Aufstieg zum Eingang der Höhle. Man tritt in eine große Halle mit riesigen Stalaktiten und Stalakmiten. Alles mit buntem Licht ausgeleuchtet. Für meinen Geschmack etwas zu bunt – aber die Vietnamesen mögen einfach alles was bunt ist und blinkt.. – naja, ist ja auch ihre Höhle, also können sie die Höhle auch anstrahlen wie sie wollen. Mit etwas Fantasie erkennt man in den Felsen verschiedene Tiere, Menschen und andere Formationen. Die Säle der Grotte werden immer höher und größer. Kleine Seen ,die durch Wasserfälle gespeist werden, geben der Grotte etwas fantastisches.

Ein weiterer Programmpunkt ist meistens „Kajak“ fahren – und zwar einmal um einen Kalkfelsen herum. Ist jetzt nicht so wirklich ein „Hammer“-Programmpunkt – macht aber Spaß und irgendwie ist es ja auch wirklich superschön – wenn man mal die anderen Boote ausblendet…

Die Idee als Ausflugspunkt eine Austernfarm anzubieten, fand ich dann wieder sehr interessant. Zu sehen, wie die Austern quasi befruchtet werden für die Perlenzucht, und überhaupt alles mögliche um Austern zu erfahren – und dann übrigens auch super leckere mit Spinat und Käse überbacken – kosten zu dürfen – war schon prima. Kalt schmeckem mir Austern überhaupt nicht – aber warm – gratniert.. suuuuuuuuuuper !!!!

Die Kabinen an Bord sind nett, ganz ok – nicht sooo hypermodern – aber versuchsweise angehübscht und sauber. Das wir unsere nun direkt am Motorraum hatten, war jetzt nicht ein Extra-Pluspunkt – aber es war auch kein Drama.

Ein Highlight war das Essen an Bord . Irgendwie gab es unendlich viele Gänge.. und diese waren wirklich reichlich. Wir haben bei einem Abendessen über 11 verschiedene warme Gerichte gezählt, die uns nacheinander und nebeneinander gebracht wurden.. WAHNSINN – auch das Frühstück und Mittag essen waren super. Hinzu kam noch ein Minikochkurs – über Frühlingsrollen in Reispapier – also das hat uns wirklich beeindruckt. Zahlen mussten wir nur die Getränke, und da hielt sich der Preis auch im Rahmen.

Wer wollte konnte nachts noch nach Squid (Tintenfisch) angeln – aber wir haben dazu wenig Lust gehabt.

Fazit: Wer in Vietnam ist , sollte auch zur Halong Bucht. Leider lassen immer mehr Touristen ihren Müll auch im Wasser – und ich befürchte die Vietnamesen auch. Von daher – und in Anbetracht der vielen Boote – befürchte ich um die Wasserqualität rund um die Bucht.

Tja… Tourismus kann ein Fluch sein und ein Segen….

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Busse und Bahn – Quizfrage:

„Wie komme ich ohne Bandscheibenvorfall von A nach B in Vietnam? Antwort: mit Humor und gutem Schutzengel“

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Ich fand die Nachtbusse klasse – wer so gar keine Vorstellung von einem Nachtbus oder auch Schlafbus hat: Im Grunde besteht der Bus aus nichts anderem als Stockbetten. Böse Zungen nennen sie auch die fahrenden Särge.. nicht wegen des Ziels.. sondern weil man die Füße tatsächlich in eine Art Kasten steckt und quasi die ganze Fahrt liegt. Wenn man Glück hat, lässt sich das Oberteil etwas aufrichten.. aber meistens rastet der obere Teil des Sitzes halt nicht ein.. und man hat auch nicht viel Spielraum nach oben mit dem Kopf. Ich habe es selbst 2 mal versucht mit aufzurichten und der Bus fuhr just in diesem Moment in ein Schlagloch, da haut man dann direkt mit dem Kopf an die Decke.. autsch, das tut wirklich weh…. ok.. er fährt eigentlich alle 2 Minuten in ein Schlagloch.

Aber ich will ja niemanden beunruhigen.. – wer gerne Achterbahn fährt und keine Hexenschuss hat – dem macht das ganze Spaß.

Christian, meine bessere Hälfte, misst 185 cm.. und wie man auf dem Foto sieht.. hat zwar der obere Teil des Sitzes gehalten -dafür hatte er allerdings auch keine Chance die Beine auszustrecken… und das über Stunden. Aber er lächelt.. grins.. etwas blass vllt. – aber man ist eben nicht ausgeschlafen.. so die ganze Nacht.. mit angezogenene Beinen. Die Schuhe muss man vorne beim Busfahrer ausziehen.. und in eine Plastiktüte stecken, die man dann mit zu seinem Sarg.. pardon Platz – nimmt. Alle 2-4 Std. macht der Bus dann eine Pause. Im Norden gehts mit den Toiletten, im Süden trifft man auch gerne auf Stehklos. Ich habe wirklich immer vermieden viel zu trinken, wenn wir im Bus unterwegs waren. Wir fanden es lustig.. viele fliegen im Inland, weil die Zeitersparnis einfach viel größer ist. Der Preis für Inlandsflüge liegt zwischen 20 – 80 Euro.

Futa Bus Vietnam – das ist die offizielle Webseite der Futa Busse – und wer sich damit nicht auskennt.. der fühlt sich vermutlich komplett überfordert. In Saigon würde ich direkt in den District 1 gehen. Gegenüber des Parks gibt es die passende Travel Agentur. Dort bekommt man das Ticket und wird mit einem Kleinbus zum gr. Busbahnhof gebracht. Dort erschlägt den ahnungslosen Touristen dann zunächst die riesige Anzahl von Bussen. Aber so schwer ist es gar nicht. Man quatscht am besten einen Fahrer an.. zeigt das Ticket und der zeigt einem den Bus. Vietnamesen sind wirklich hilfsbereit.

Wir haben immer direkt in den Unterkünften um Hilfe gebeten. In Nha Trang hat Bino, unser Vermieter uns einfach morgens von einem Lieferanten, seines Betriebs – oder auch Onkel (zumindest kannte er den Fahrer) mitnehmen lassen. Dieser hat uns dann zu der Busticketstation gebracht. Und die haben dort wiederum Bescheid gesagt, als der Bus da war. Und so haben wir es immer gehalten. Irgendwer hat uns immer einen Fahrer besorgt und wenn das nicht geklappt hat – davor gesorgt, dass uns ein Bus mitnimmt, abholt oder oder. Wir haben ganz oft gedacht „puh.. ob wir wohl da ankommen, wo wir ankommen wollen?“ Es hat immer geklappt. Von der Halong Bay sind wir zunächst mit dem Sleeping Bus gefahren.. und dann wurden wir mitten auf der Autobahn (die übrigens als Park und Ride genutzt wird – grins) rausgeschmissen, weil von einem Reiseführer der Onkel sich für xy Dong bereit erklärt hat, uns von der Autobahn aufzusammeln, damit wir püntklich zum Flughafen kommen. Hammer – wir waren wirklich positiv beeindruckt. Die Vietnamesen besitzen ein perfekt funktionierendes Netzwerk und sind absolut zuverlässig.

Und ich kann Euch nur versichern: wir haben uns zu jeder Zeit und überall sicher gefühlt. Auch in den Nachtbussen. Unabhängig davon, dass man bei dem Geschaukel eh nicht schlafen kann.. ich glaube nicht an diese Schauermärchen von wegen „ausgeraubt“ etc. – wir haben sooo viele Menschen getroffen und nicht einmal wurde uns von einem Diebstahl etc. etc. berichtet – sondern nur Gutes.

Den Nachtzug können wir auch empfehlen – er hat uns von Sapa nach Hanoi gebracht (übrigens in der Silvesternacht). Wer allerdings über 185 cm groß ist.. muss sich darauf einstellen, dass er mit angezogenen Beinen schlafen muss.. die Asiaten sind einfach keine Riesen.

Nha Trang…anders als gedacht oder auch – „Nha Trang – was tut man Dir nur an“

Tja… wo fängt man an, wenn man eine so herzliche und schöne Unterkunft hatten wie wir – am Ortsrand von Nha Trang… aber mit der Stadt selbst, so gar nicht zufrieden ist.

Ja, vermutlich am Anfang…

Auf unserer Reise, die ja in Hanoi begann und über Sapa und die Halong Bucht über Hoi An, nach Da Nang, (bitte nicht hinfahren) führte, hatte ich nun – die Frauen werden mich verstehen – Sehnsucht nach „Sonne, Sand und Meer.. „. Dem einen oder anderen Cocktail wäre ich nun auch nicht abgeneigt gewesen.. und direkte Sonnenbestrahlung auf einem Badehandtuch oder Liege… ja, mir war danach. Und so freute ich mich auf Nha Trang, diesem wunderbar pardiesischem Ort, der ja quasi das „Ibiza“ von Vietnam sein sollte…. Christian, meine bessere Hälfte kommt übrigens aus dem Norden Deutschlands… also quasi ein „Wikinger“.. naja etwas geschummelt.. Bremen ist ja nun nicht unbedingt direkt am Meer, aber immerhin „fast“ ganz oben. Logisch, dass er mich etwas argwöhnisch aus den Augenwinkeln beäugte.. wenn ich ins Schwärmen kam und mich schon bei 30 Grad (ja, ich halte das locker aus) im Sand aalen sah. Für ihn kommt diese Temperatur einer Folter gleich.. aber da er ja der Weltbeste aller Männer ist, schwieg er heldenhaft – seine Mimik sprach dafür Bände…. aber genug gebabbelt.. ich komme mal zum Punkt.

Wir erreichten Nha Trang morgens um 5.00 Uhr mit dem Schlafbus. Durchgeschüttelt und unausgeschlafen natürlich. Der Bus hielt irgendwo im Nirgendwo in mitten eines Häusermeers und wir standen zunächst erstmal verloren herum. So wirklich wussten wir auch gar nicht wohin und liefen erstmal los, um entweder an den Strand oder zumindest in die Nähe des Strandzentrums zu kommen. Dies war allerdings ein schwieriges Unterfangen, denn wir liefen und liefen und nichts passierte. Da die Vietnamesen aber – wie schon mehrfach erwähnt – Frühaufsteher sind, hatten wir zumindest immer wieder was zum „Ansehen“ entweder Menschen morgens um 5.00 Uhr beim *phu* schlürfen… oder interessante Marktstände, die irgendwelche Esswaren feil boten, mal mehr und mal weniger appetitlich und/oder auch exotisch. Irgendwann hatten wir Glück und bekamen ein Taxi zu fassen. Und wenn ich Glück sage, dann meine ich auch Glück. Wir hatten ja nur das Wissen, dass unsere Unterkunft über Air BnB am Strand lag… , dass dieser Strand ca. 20 Fahrminuten mit dem Taxi außerhalb von Nha Trang lag.. hatten wir leider überlesen. Na, das wäre ein schöner Marsch zu Fuß geworden…

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Um es abzukürzen.. Nha Trang ist eine große Betonklotzstadt… anders kann ich es nicht sagen. Der Strandabschnitt (Hauptstrand) ist sauber aber Touristen überfüllt. Die Stadt selbst ist laut, grau. Es fällt auf, dass sehr viele Hotels sehr hoch gebaut werden.. aber auch dann verlassen unfertig rumstehen. Das macht den Eindruck der Stadt nun auch nicht wirklich schöner. Wir konnten uns mit Nha Trang wirklich überhaupt nicht anfreunden und wer einmal in Ibiza war… versteht nicht, wie man auch nur annähernd auf einen Vergleich kommen kann.

Das einzige Highlight war dann tatsächlich unsere familiäre und saubere Unterkunft bei Bino und seiner Tante, die uns so wunderbar herzliche Gastgeber waren. Man muss zwar über eine Hauptstraße zum Meer – aber auch wenn die Umgebung nun nicht das war, was man sich erträumt hat, so war es zumindest sauber. Das Essen der Tante war super lecker und wenn man zu Fuß abends Richtung Nha Trang geht.. findet man auf der linken Seite 2 ganz gute Fischrestaurants. Auch wenn das erste Restaurant das Bessere ist. Aber aufgepasst: Dort werden auch abends Touristenbusse hingekarrt und mit ohrenbetäubendem Live-Band oder Karaoke Lärm (ja Läääääääääääärm) beschallt. Dann eben ins Nachbarrestaurant ausweichen…

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Mehr als 2 Nächte wollten wir dann aber doch nicht bleiben.. und ich persönlich würde auch nicht wieder hin wollen. Wer Nha Trang unbedingt sehen will.. bitte schön – aber wer es umfährt.. verpasst nichts. Wir hatten nachgefragt, was die Ursache, der vielen hässlichen Betonburgen und vor allem auch Geisterhotels sei. Man sagte uns, dass zu der Zeit, als Vietnam in einer gr. Wirtschaftskrise war, vor allem russische Investoren sich um Nha Trang gerissen hätten – und auch noch die letzten Jahre, Nha Trang ein großes Urlaubsziel von russischen Touristen gewesen sei – allerdings hätten diese dann irgendwann das Interesse verloren und somit wohl auch den weiteren Aufbau der Hotelgiganten liegen gelassen… – na bravo… 😦

<b>Streetfood Vietnam – Straßenküche, einfach und lecker – nur Mut – es lohnt sich </b>

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Um es gleich mal vorweg zu sagen…. wer das erste Mal in Vietnam ist und – sagen wir mal mit der Altstadt in Hanoi beginnt.. der wird sich vermutlich nicht so ganz einfach auf das „Streetfood“ stürzen. Vielleicht sollte ich mal ganz von vorn anfangen und etwas zu Streefood sagen: Die Vietnamesen beginnne ihren Tag überwiegend sehr früh. Früh bedeutet: ab 4 Uhr morgens gehts los.. ab 5 steppt so langsam der Bär.. oder treffender gesagt.. beginnt der Wahnsinn auf 2 – und auch 4 Rädern. Gleichzeitig werden die Bürgersteige aktiv. Um es mal vorweg zu nehmen.. die Fußgängerwege sind in Vietnam nicht dazu da.. dass man wie in Europa auf ihnen läuft. Mitnichten!! Sie dienen dazu, dass 1000ende von Rollern abgestellt werden bzw. die Menschen ihren Tag dort verbringen. Entweder auf „Kindergartenstühlchen und vor Mini-Tischchen“ essen und trinken – oder kochen bzw. Ihre Ware anbieten.

Vietnam ist für seine gute Küche bekannt. Einfach, aber immer frisch. Ok…hier in Deutschland würde so ein Straßenstand oder auch Stand in einer Markthalle spätestestens nach 1 Stunde geschlossen – aber wir sind ja auch das Land der „Pingelichen“ und offensichtlich überlebsen die Vietnamesen ihr Essen ja ausgezeichnet – und wir haben es auch überlebt. Ehrlich gesagt, haben wir nur die letzten beiden Tage in Saigon im Restaurant gegessen… und zack – ich hatte am letzten Tag mit extremer Übelkeit und *hust* was noch so alles zu den Miseren des Magen-Darm-Traktes gehört zu kämpfen.

Aber zurück zum Thema.. – In Vietnam isst man morgens *hot pot* (frische Gemüsesuppe mit Fisch, Schweinefleisch, oder auch Hühnchen.. – allerdings kann man da alles reinschmeißen.. und zugegebnermaßen, isst der Vietnamese halt auch Dinge.. die für uns schon etwas befremdlich sind). So stehen dort auch auf jeder Speisekarte verschiedene Variationen von „Frosch“ oder auch gern mal „Ratte“. Wir hatten z.B. den Fall, dass Christian sich einen „Hot Pot“ bestellt hat und dort würfelartige Leberklumpen rumschwammen. Die hat er dann nicht gegessen.. a) weil er keine Leber mag und b) weil es irgendwie auch nicht so wirklich genau wie Leber aussah. War es dann im Nachhinein auch nicht, wie wir von einem Thailänder erfuhren, den wir auf der Reise kennenlernten: es war gepresstes Blut. Das Blut wird in einer Kuchenform irgenwie zum stocken gebracht und dann in Würfel geschnitten – dient dann als Suppeneinlage. Ich hatte z.B. gemahlene Schweinepfoten oder – hoden in der Suppe – grins – ich weiß bis heute nicht, was es davon war.. es hat jedenfalls nicht geschmeckt. Aber das waren wirklich Ausnahmen.. man sieht ja was man zu essen bekommt – und es ist wirklich nicht so, dass einem da etwas untergeschoben wird. Nicht beim Streetfood – grins.. wie gesagt, da steht man bei der Zubereitung daneben. Und glaubt mir… Ratte und Frosch etc. – erkennt man schnell.

Vietnam bietet wunderbar frischen Fisch. Ich liebe z.B. Tintenfisch und habe mich mit „squid“ und dessen Zubereitung bestimmt 10 Tage lang die Angebotsliste rauf- und runter gegessen. Auch die BBQ gegrillten Sachen sind wirklich zu empfehlen. Ein wenig aufpassen sollte man bei „lemongrass“ – das kann einem schnell zu viel werden im Geschmack. Zu scharf ist das Essen auch nicht. Man kann jederzeit „spicy“ extra ordern – wer nichts sagt – bekommt es kaum zu scharf.

Für die Kaffeetrinker: Der Vietnamesische Kaffee ist gewohnheitsbedürftig. Wir konnten uns leider nicht damit anfreunden – andere schwören darauf. Er wird wie ein Mocca zubereitet und manchmal bekommt man ihn in einem Glas mit ca. 1 cm Kaffeeinhalt. Er ist „schwarz“ getrunken, extrem bitter. Um das wohl auszugleichen süßen ihn die Vietnamesen mit süßer Kondensmilch. Herzlichen Glückwunsch, wer süß mag.. wird das lieben – wir mochten es nicht. Aber es gibt sie natürlich, die „europäischen Kaffeeläden“, man muss nur etwas nach ihnen suchen.

Eine Ausnahme muss ich allerding machen: Ich habe in Hoi An meinen ersten „EI-KAFFEE oder besser gesagt „EGG-Coffee“ getrunken. Hach… sooooooooooooooooo lecker. Habe ihn übrigens direkt zuhause nachgemacht und vor Freude die „Augen gerollt“. Ist im Grunde nichts anderes wie erstmal „schwarzen Kaffee in die Tasse“ – und dann nimmt man 1 Eigelb und 1 Tl Zucker und quirlt das ganze wie beim backen, bis es eine Eischaumzuckermasse gibt. Die Vietnamesen verquirlen das Ei mit süßer Milch. Ich hatte diese nicht zuhause – also anders ging es auch. Dann kommt – bei Bedarf noch etwas Milch dazu.. und alles ab auf den Kaffee. Soooooooooo lecker sag ich Euch.. Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass man danach ca. 1 Std. laufen muss, um die Kalorien wieder runter zu kriegen.. (nicht wirklich ernst gemeint – Essen und Trinken ist Lebensqualität !)

Was wir noch empfehlen können ist den Kaffee landestypisch „ice cold“ zu trinken – kommt aber immer aufs Wetter und den Bedarf an – ich mochte es – Christian war eher der „Capuccino“ Trinker.

Um noch einmal auf das Straßenleben zu kommen: Die Vietnamesen verbringen den ganzen Tag in der Altstadt auf der Straße. Sie stellen eine Schüssel oder Wanne oder Pott hin, legen einen Rost darauf und fangen an zu kochen. Entweder für sich, für den Privatverkauf – aber auch für die Straßenlokale wird oft vorne an der Straße gekocht, gegrillt, der Fisch auseinander gepult, das Gemüse geschnitten, das Fleisch zerlegt. Das wirkt schon mal komisch. Abends wird dann das Geschirr vom Verkauf oder vom Kochen in einer gr. Bütte gewaschen. Alles auf der Straße getrocknet und wieder eingesammelt zum weiteren Verkauf. Da kriegt die europäische Hausfrau oft erstmal leichtes Herzrasen… – ich musste auch schlucken – und ab und an, war ich auch nicht in der Lage an bestimmten Orten zu essen. Wenn man sich aber erstmal darauf eingelassen hat – ist es wirklich, wirklich super lecker – und wie schon gesagt – wir haben nicht einmal irgendwie davon Probleme bekommen. Ich habe auch Eiswürfel in den Getränken gehabt – mit Stäbchen gegessen.. – alles prima.

Unser Tipp: alles mal probieren – sich darauf einlassen – Grenzen versuchen zu überschreiten.

Vietnamesen essen viele Tierarten aber nicht weil sie denken, dass sie davon Vorteile haben – wie z.B. in anderen Länder – wenn man z.B. damit die Potenz erhöhen will. Sie essen viele Dinge auf dem Hintergrund ihrer schlimmen Vergangenheit , in der sie quasi ausgehungert werden sollten. Ihnen wurde verboten Reis anzubauen und vom Ertrag ihrer reichen Anbau-Heimat zu leben – aus der Not heraus griff man dann zu anderen Mitteln – wer das versteht – sieht einiges mit anderen Auge

Erholung muss sein – wir waren jedenfalls soweit 🙂

Schönster Strandabschnitt an der Küste von Phan Thiet – im besten Hotel „Coco Beach Resort“

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Coco Beach Resort – einfach mal nichts tun und die Seele baumeln lassen…

Natürlich ist der Stereotype des „backpackers“ meist so, dass man ihn sich mit „Schlabberhose, Dreadlocks, Dutt oder zumindest extrem „Öko“ vorstellt“. Ich finde das völlig albern. Diese Uniformierung ist in meinen Augen Blödsinn – und ich weigere mich auch nur annähernd dieses Klischee zu unterstreichen. Natürlich läuft man die meiste Zeit in den bequemsten Sachen rum – und zumindest ich hatte kein Bedürfnis auf Make up oder oder.. – aber was ich nach den ersten 14 Tagen hatte, war eindeutig eine Toilette, die Toilettenpapier vertrug. Ich bin da echt ehrlich. Ich kann mit ganz vielen Dingen leben – auch draußen in der freien Wildbahn auf der Erde schlafen – mal die „Toilette in der Natur“ nutzen.. aber es gibt Dinge – da tue ich mich schwer mit. Ich mag das gar nicht weiter vertiefen – ich versuche nur eine elegante Überleitung zu bekommen zu den 3 Tagen Mui Ne – und dem vergleichsweise luxuriösen Resort „Coco Beach“. Aber es waren nicht nur die Sanitären Bedingungen der letzten Wochen – es war auch tatsächlich anstrengend – Eustress.. – aber durchaus auch Stress. Wie sind ja nach 12 Stunden Flug und ohne Rast bzw. Jet lag auszuschlafen – nach 2 Tagen direkt weiter nach Sapa.. und auch diese Strecke war ja quasi ohne Schlaf – in Sapa wanderten wir in 2 Tagen 18 km – hatten 30 Grad Temperaturunterschied und die Rückstrecke war wieder schlaflos – im Nachtzug… etc. etc.. Fakt – wir hatten einfach das Bedürfnis nach Ruhe und „hupfreier“ Zone. Das Coco Beach Hotel ist dafür einfach wie geschaffen. Eine überschaubare Anzahl von Bungalows – ich glaube, es sind 22 Stück – . Am Strand der passende Abschnitt mit genügend Liegen – so dass das bekannte „Handtuch werfen“ am Morgen wegfiel – wie angenehm! Es war sauber – sonnig und das Personal umwerfend freundlich und bemüht. Man musste nur aufstehen von der Liege und schon kam jemand gesprungen, um das Handtuch, die Liege oder was auch immer glatt zu ziehen, zu verrücken oder um Getränke zu bringen.

Direkt zum Coco Beach Resort gehört eine Kyte Schule.. es ist eigentlich „DAS Kyter-Paradies“. Wind, Wellen – wunderbare Weite… da passt alles. Surfen geht übrigens auch… also wer vom Coco Beach nach links läuft… der kann surfen. Mui Ne selbst bietet wie fast alle Orte nicht wirklich abends Highlights. Kleine Lokale, Souvenirgeschäfte, das übliche halt. Der Tourismus hat wie in ganz Vietnam Einzug gehalten. Trotzdem halte ich an Mui Ne fest. Wer nicht nach Phu Quoc möchte.. der sollte nach Mui Ne fahren um Sonne zu tanken. Aber aufgepasst… ich bin ja Läufer und habe mir morgens um 6 den kompletten Strandabschnitt von Phan Thiet angesehen, an welchem das Coco Beach Resort liegt. Es gibt einige Hotels die haben Privatstrand.. aber keiner – wirklich keiner kommt an das Stück vom Coco Beach heran.

Wer sich noch etwas Gutes tun möchte, unterstützt die Mitarbeiter am Strand, die Massage und Pediküre für wenig, wenig Geld anbieten. Ich kann es nur empfehlen..

Auf in den Mekong:

Die herzlichste Unterkunft im Mekong Delta „Nguyenshack“

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Saigon – oder Ho Che Ming Stadt

Fortsetzung folgt

Do´s and don´ts in Vietnam

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Ich habe mir überlegt einfach mal einige Tipps, die mir/uns so in den Kopf kommen aufzuschreiben – erstmal kreuz und quer… vielleicht ergibt sich irgenwann eine Ordnung ..

Straßenverkehr:

Regel Nr. 1 – Es gibt keine Regeln ! Wenn Du das erste mal nach Vietnam kommst, Nerven behalten. Es sieht schlimmer aus als es ist.. ok.. kommt auf Dein Nervenkostüm an.

Also – Ruhe bewahren… niemals über die Straße rennen oder wie in Deutschland etc. schnell gehen. Der Trick ist… mit dem Verkehr gehen.. also Schritt für Schritt, so dass die Roller dich umfahren können. Leider sind die Autos etwas stoischer – aber sie halten. Also – auf die Straße und laaaaaaaaaangsam über.. – vllt am Anfang sich den Einheimischen anschließen. Allerdings – Du hast keine andere Wahl – solltest Du darauf warten, dass der Verkehr sich lichtet, die Ampeln beachtet werden.. Vergiss es – und der Bürgersteig ist für die Rollerfahrer – nicht für die Fußgänger..

Kaffee

Geschmackssache.. wir mochten ihn nicht. Zu süß, zu stark, zu bitter – zumindest heiß getrunken. Alternative: Länger suchen und Shop finden, der guten Cappuccino verkauft. Doch den gibt es!

Unbedingt den „Eggcoffee“ probieren…

Smoothies

Bei der Früchteauswahl in Vietnam ein MUSS !!! Gibts an jeder Ecke!

Hot Pot

Zum Frühstück wird in Vietnam „warm“ gegessen. Überwiegend „hot pot“. Der Hot Pot wird üblicherweise auf einem Stövchen oder offenen Flamme serviert und ist im Grunde eine Basisbrühe/suppe – ähnlich einer Gemüsebrühe. In diese kommt nun frisches Gemüse, Nudeln und was man so mag. Fisch, Huhn, Schwein.. es gibt ewig viel Varianten. Schmeckt super. Ich bin in Hanoi allerdings fast erstickt an einem Knöchelchen, welches noch im Fleisch versteckt war und sich in meine Mandeln bohrte und stecken blieb. Vietnamesen schneiden fast immer alles mit dem Beil ab und durch. Also auch das Fleisch vom Knochen – und da kann sich schon mal ein spitzes Teilstück – ähnlich eines Zahnstochers lösen.. – bei mir war das wirklich schmerzhaft und hat gedauert, bis ich es draußen hatte – dafür waren meine Lympdrüsen auch 2 Tage dick – nebst Ohrenschmerzen – aber auch das ging rum. Für mich hat er sich zwar erledigt – aber zugegebnermaßen schmeckt er wirklich lecker !!!

Fisch

Vietnam ist bekannt für seinen frischen Fisch in gr. Vielzahl. Ich empfehle immer wiede Squid – Tintenfisch – – schmeckt so super in jeder Variation. Catfish im Mekong Delta.

Mui Ne ist bekannt für seinen tollen Fischmarkt – auch das ein MUSS

Fleisch

kann man auch sehr gut essen in Vietnam – vor allem wenn BBQ davor steht.

Achtung vor 4-eckingen Leberstücken – es sind keine sondern geronnes Blut.

Das andere Getier:

Vietnamesen essen Frösche wie wir Hühnchen – von daher gibt es eine Vielzahl von Angeboten auf der Speisekarte. Nicht so super für mich mit Froschphobie.

Hund: Der Hund ist längst Haustier der Vietnamesen. Es gibt in Saigon nur noch eine Straße, in der Hundefleisch angeboten wird – und die kann man meiden.

Ansonsten ist es nur in den kl. Dörfern im Norden noch bekannt.

Ratte – durchaus normal im Mekong , das man Ratte auf dem Markt neben den anderen Fleischwaren sieht – naja.. Kopfsache.

Krokodil – leider gibt es Krokodilfarmen in Vietnam, die extra züchten um Touristen mit Krokodil als Nahrungsmittel zu versorgen.

Früchte:

Ich beneide dieses Land um seine Früchter: Bananen, Mangos, Papaya, Sternfruch, Dragon Fruit, Jackfruit (mein Favourite) und und und… alles vor der Tür und vor der Nase. Ich habe so viel probiert – wovon ich den Namen gar nicht mehr weiß – nutzt die Gelegenheit – so lecker, so günstig und so vielfältig!


Benimmregeln:

Im Grunde ist dieses Land einfach zu händeln – aber 2 Dinge sollte man tunlichst lassen um nicht als unhöflich zu gelten:

  • nichts auf dem Markt anfassen, ohne es zu kaufen
  • nicht über Politik reden und auch keine Fragen stellen
  • In den meisten Häusern zieht man die Schuhe vor der Haustür aus

Auf dem Land ist es noch ungewöhnlich in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten auszutauschen – aber bei den Touristen ist man daran gewöhnt und es wird auch geduldet.

Wissenswertes über Bräuche und Glauben:

Buddhismus und Christentum ist verbreitet in Vietnam. Die Vietnamesen feiern nicht den Geburtstag – sondern den Todestag. Sie glauben an ein Leben nach dem Tod und an Karma. Wenn der Todestag eines geliebten Menschen kommt, verbrennen Sie daher materielle Güter und Geld in Papierform, um dieses den geliebten Menschen im Jenseits zu schicken. Ein schöner Brauch. Diese Geschenke sind auch der Grund, warum fast überall kl. Altare bzw. Opfergaben stehen – die schon manchmal zum staunen anregen. So geben die Vietnamesen alles, was ihnen so als gefällt als Opfer an die Toten weiter, und man findet neben Obst und Süßigkeiten auf den Altaren – auch gern mal Bier, Cola oder Fantadosen – oder andere Genussmittel.

Wenn Familienmitglieder sterben, werden sie in ein Krematorium gebracht und verbrannt. Dann aber darf man sie mit nach Hause nehmen und entweder in einer Grabstätte am Haus begraben – oder z.B. auf dem Reisfeld. Die Vietnamesen glauben, dass a) die Lieben so nah bei ihnen sind und b) eine Grabstätte auf dem Reisfeld für Glück und eine gute Ernte sorgt.

Auf dem Land ist es immer noch eine Schande, wenn uneheliche Kinder geboren werden. Darum werden diese oft vor eine Pagode gelegt. In diesen Pagoden leben meist Frauen, die selbst als Kind dort ausgesetzt wurden. Sie machen es sich zur Aufgabe die Waisenkinder aufzuzuiehen. Diese selbstlosen Frauen erkennt man an Mönchsähnlichen Kleidungen und der Tatsache, dass sie den Kopf kahl geschoren haben. Die Waisen können bis 18 Jahre in der Pagode bleiben. Dann müssen sie sich entscheiden, ob sie in den Dienst der Pagode eintreten. Wenn man auf solche Frauen in der Pagode trifft – gehört es sich, sich vor Ihnen als Respektsbekundung zu verneigen.

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