Travelling Hongkong 2018/19





Hongkong….ist also das neue Reiseziel. Seit ich den Film „Das Beste kommt zum Schluss “ gesehen habe, war Hongkong mit auf meiner „Löffelchenliste“. Wer ihn nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen.  Schöner Film mit Jack Nicholsen und Morgan Freeman. Die „Löffelchenliste“ ist übrigens die Liste der Dinge, die Du Dir unbedingt vorgenommen hast, bevor Du mal den Löffel abgibst. Auf meiner steht also auch Hongkong. Um es mal vorweg zu nehmen.. wer wie ich irendwelchen idiotischen Medienberichten geglaubt hat, auf denen Märkte gezeigt werden mit Heuschrecken, Maden etc., die man essen kann. Stimmt nicht..die findest Du in Hongkong nicht, dafür musst Du nach Bangkok oder Thailand. Aber solltest Du wie ich erst an Ort und Stelle diese Erkenntnis bekommen, dreh nicht gleich um und flieg direkt heim, Hongkong ist auf jeden Fall eine Reise wert 😉😎👍🤘

Wir starten in Frankfurt am 27.12.2018, mittags, mit Cathay Pacific. Eine renommierte Fluggesellschaft, nicht die Günstigste, aber Flugsicheeheit ist mir wichtig. Meine Nerven brauchen einfach ein gutes Gefühl, wenn sie 11,5 Std in der Luft sind. Die App von Cathay ist gut, man kann Sitzplatz, Essen (Standard, Low Carb, Diabetes, Low Calories, Halal..usw) vorab wählen.  Unfassbar welche Möglichkeiten man hat. Die Beinfreiheit könnte besser ausfallen, wer also über 172cm lang ist, sollte am Gang sitzen. Selbst Premium Economy und Business hab ich schon komfortabler gesehen. Aber sonst stimmt der Service und das Unterhalungsprogramm. Alle sehr nett und zuvorkommend.

Da sitz ich also wieder und hadere mit meiner aufkommenden Flugangst. Das mach ich seit ca 70 Flügen so. Ist aber auch schon viel besser geworden. Der vorletzte Flug mit dem Notstopp in Paris wg Vogelschlag fällt mir wieder ein und meine Angst vor Kontrollverlust, macht sich breit. „Nein, Susi „, rede ich mit mir..“hör auf damit. Die Türen sind zu. Du entscheidest Dich gegen Angst und für Vertrauen. Die Türen sind zu…es bringt Dir nichts jetzt 11,5 Std am Rad zu drehen“. Also tief durchgeatmet. Gedankenstop (kann man lernen) und Musik auf die Ohren. Und so startet der Flieger auch schon los in ein neues Abenteuer 🌏⛩✈

Es dauerte auch nur 8 Std Flug und meine Entspanntheit ob des ruhigen Fluges sollte sich abrupt ändern, denn über Kasachstan/Kaukasus (irgendwo da) bricht gefühlt die Hölle über uns aus. Nee, ich übertreibe nicht, denn Vielflieger bin ich und Christian auch. Der hat normal keine Flugangst und sagte, es sei auch für ihn absolut grenzwertig gewesen. Der Flieger hüpfte, rappelte, wackelte und schaukelte, sackte mehrmals ab, gefolgt von dem Aufschreien einger Freuen im Flieger. Komisch, ich alte Quasselstrippe neige dazu komplett still zu werden bei Anspannung höchster Güte. Solange ich noch Rede, schimpfe, nörgel , ist alles ok. Sobald ich ruhig werde, stimmt etwas nicht. 20 min dauerte das Grauen, danach war Ruhe. Ich war vermutlich nicht die Einzige, die etwas fertig war, aber so ein Ritt hat auch was Gutes: Man lernt, was so ein Flieger aushält, und nimmt die anderen kleinen Turbulenzen gelassener hin. 

Nach 11 Std landete die Maschine planmässig und geschmeidig in der Weltmetropole Hongkong

Kurz vor Hongkong

28.01.2019 Tag 1 – Hongkong

Erstmal tief durchatmen..aber es bleibt nicht viel Zeit, denn der Strom der aussteigenden Passagiere treibt einen voran. Der Flughafen in Hongkong ist gigantisch aber unfassbar klar strukturiert und sauber. Irgendwie nicht so wuselig wie Frankfurt. China halt. Wir sollten noch feststellen, dass Ordnung und System und Disziplin, die man den Chinesen ja unterstellt, durchaus real sind.

Wer nach Hongkong reist ist gut bedient mit der Octupus Card. Sie ist quasi das Zahlungsmittel schlechthin in Hongkong. Jeder nutzt sie. Für Touristen gibt es eigene. Man bekommt sie in jedem 7 Eleven Shop, und davon gibt’s an jeder Ecke einen. Für 150 Hongkong Dollar, was umgerechnet 15.00 Euro sind, konnten wir 4 Tage überall hinfahren. Die Fahrten in der Metro sind unglaublich günstig. Meist um die 0.20 Cent oder weniger für einige Stationen. Auch andere Geschäfte, Eintritte, etc. erlauben Bezahlung mit der Octupus Card. Geniales System 👍


Das U-Bahn System in Hongkong ist das Beste , dass ich bisher gesehen habe, und ich kenne einige: Frankfurt, London, Berlin, Medelin, Moskau, etc..
Man kann sich nicht verfahren und wenn, no Problem. Überall gibt es Info counter, die bereitwillig helfen. 95% der Einwohner Hongkongs nutzen das System. Und bei fast 8 Millionen Einwohnern erstaunt es daher, wie gering der Verkehr in Hongkong ist. Die Strassen sind immer überschaubar,klar, geschäftig, aber nicht zu vergleichen mit der Hektik in Frankfurt oder Berlin oder auch Mainz etc.

System und Ordnung prägen alles in Hongkong. Essen und Trinken in der U-Bahn sind strengstens untersagt. Ich habe einmal heimlich Maronen aus der Tüte genascht. Nach der 4. Maronen kam die Durchsage, dass sie noch mal betonen,
„its not allowed to drink & eat!“
Weisste Bescheid…big sister is watching you 😎😊

Bevor ich Hongkong verstanden habe, was die Struktur der Stadt betrifft, hat es etwas gedauert. Um es mal platt auszudücken: Es gibt Hongkong Festland und Hongkong Island und es gibt die Insel mit dem Flughafen drauf und noch viele kleinere Inseln, die dazu gehören. Aber auf dem Festland und Hongkong Island tobt das Leben. Wir haben auf Hongkong Island gewohnt. Auf unserer Seite befindet sich ebenfalls Victoria Peak. Der allg. bekannte Peak ist ein bebauter Berg auf dem sich eine Ausichtsplattform befindet, über die man ganz Hongkong überblicken kann. Aber dazu später.

U-Bahn Plan Hongkong

Der Plan zeigt Hongkong Island. Kowloon ist Festland.

Wir sind morgens um 7 in Hongkong angekommen und haben uns direkt zum Hotel begeben. Das „Ovolo Southside“ liegt im Southern District, Aberdeen, und man läuft 3 min bis zur Metro. Perfekt also. Aber auch das Hotel war cool: sauber, coffee ( Nespresso); Tee, Cookies, Mini Bar, free 24 Std in der Lobby. Es gab eine rooftop Bar, Frühstücketage, Restaurant. Und natürlich wie in ganz Hongkong baut man hoch und schmal 😊. Das Personal war super freundlich..Betten super.. uneingeschränkt empfehlenswert. Hier ein paar Eindrücke

Wir mussten eine Nacht umziehen, und ich war so doof und habe keine Fotos von Corner Room gemacht. Unser Zimmer war quasi von 2 Seiten vollverglast und bot abends vom 10 Stock einen schönen Ausblick.

Nun gut..Wir sind ja nicht zum Urlaub hier 😉 Hongkong will entdeckt werden und der Jetlag besiegt. Ich habe mittlerweile über 36 Std mit 3 Std Schlaf hinter mir und hänge etwas durch. Egal..wir wollen nach Aberdeen, bekommen aber den Tipp, dass wir zur nächsten Station „Admiralty“ fahren sollen. Und weil wir noch nichts kapieren und keinen Plan haben, folgen wir diesem Tipp.

Admiralty Station – und Stadtteil

Mit dem Wissen von heute, kann ich natürlich über die Stadtteile mehr sagen. Wenn man Newbe ist, läuft man erstmal planlos durch die Gegend. Andererseits macht es aber auch Spass, neue Städte und deren Eigenheiten zu entdecken. Admiralty ist ein Dreh- und Angelpunkt auf Hongkong Island. Hier ist der Hafen, hier fahren die Fähren nach Macao und nach Kowloon. Als wir ankamen das erste Mal fanden wir am Hafen eine Fair vor , also eine Art „Jahrmarkt/Schützenfest“ mit Riesenrad vor. Auch riesige Einkaufszentren, wovon wir das Grösste mit mächtig Hunger betreten haben. Also erstmal etwas nationales Leckeres finden, was den Kohldampf stillt. Tja… nur blöd, wenn man a) kein chinesisch kann und b) aus alter Erfahrung sich vorab informieren sollte, was annähernd Insider ist. Ich erinnere mich gut an unser erstes Essen in Hanoi.. Als sich die dunklen Quader in der Suppe als geronnene Blutquader entpuppten. Es ist eine Delikatesse in Asien Blutwürfel zu essen. Kann ja jeder machen wie er will. Wir wollten nicht 😎

Also ab in ein Restaurant mit fastfood Eindruck. Nein, nicht MC..sondern frontcooking, aber halt chinalike. Und was soll ich sagen… wieder ins Klo gegriffen 😂 Ich meine das gar nicht respektlos… Aber wenn man ewig nicht geschlafen hat, einen langen Flug in den Knochen und dann Kohldampf schiebt, will man irgendwie etwas essen, was befriedigt. Ich hatte mir Reis mir 2erlei chicken bestellt und Christian irgendwas mit Nudeln. Auf dem Teller befand sich auch alles bei mir. Allerdings man muss wissen, das „Chicken oder alles an Fleisch “ oft aus den Dingen besteht, die wir Westeuropäer gern wegschmeissen. Einerseits ist es ja prima, dass, wenn man schon Tiere tötet, das gesamte Tier verwertet, andererseits ist man aber auch die eigene Kultur gewohnt , oder mag es einfach nicht. Ich esse dazu noch absolut ungern Fleisch, weil es mir einfach nicht mehr schmeckt und ich diese pharmazeutische Massenhaltung „scheisse“ finde.

Trotzdem sind wir beide offen für neue Erfahrungen und probieren immer gern landestypische Küchen und streetfood.

Das hier war aber nix. Echt gaaaar nicht. Ich glaube, ich hatte Schweinezehen mit Knochen in dem einen Schüsselchen und Innerreien im anderen. Christian hatte eine Art Suppe, in der irgendwas matschige Schwamm, was wie aufgeweichtes gelbes Brot aussah, war aber irgendwas tierisches und halt noch Fleisch unbekannter Herkunft. Hmm… doof. Vor allem, weil wir inmitten chinesischer Arbeiter und Banker saßen, die irgendwann spitz hatten, dass unsere Teller voll blieben. Wir hatten das komische Gefühl zunehmend im Blickfang zu sein…. argwöhnisch beäugt als pienzige Touristen. Also besser mal aufstehen und gehen 🙊

Um es noch mal klar zu sagen… Wir haben es probiert. Es hat uns einfach nicht geschmeckt.

Wir sind dann zu einem bekannten Fastfood gegangen mit Clowngesicht als Werbeträger. Ich mag den zwar auch nicht…Aber wir hatten Hunger..

Wenn menschliche Bedürfnisse befriedigt sind, stellt sich meist auch schnell positive Laune ein, und so entschlossen wir uns als Nächstes das Riesenrad zu besteigen und uns Victoria Habour mal von oben anzusehen. Das Wetter war sonnig und ca 16 Grad.. von daher beste Aussicht

Nachdem wir also die ersten Schritte durch Hongkong gemacht hatten, sind wir noch mal schnell ins Hotel zurück. Die Zimmer konnten wir erst ab Nachmittag komplett beziehen, ausserdem war endlich mal eine Dusche bzw Grundreinigung angebracht. Hatte ich erwähnt, dass Hongkong wettertechnisch komplett srange ist? Man weiß nie, was man anziehen soll, entweder man ist zu warm oder zu leicht angezogen. Der Tag neigte sich dem Abend zu und wir hatten schon Punkt 1 auf unserer Top 10 von Hongkong Liste abgearbeitet: Victoria Habour ✔ Nun stand Punkt 2 auf der Liste: „Night Market“ Temple Street“

Night Maket -Temple Street:

Also der Markt selbst ist eine lange Strasse gesäumt mit Ständen, wie man sie eigentlich überall her kennt, nur die Ware ändert sich landestypische. Während man in Spanien: Stieren, Flamencozeug und Tapas bekommt, so sind es in Hongkong halt: Handyhüllen, Faketaschen/Shirts und Stäbchen zum Essen bzw andere Staubfänger. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Das Flair macht es aus. Man weiß, dass es Schrott ist, und hat trotzdem Spass zu schauen, zu lachen und ggf zu Feilschen. Das wirklich schöne am Streetmarket sind die Streetfoodstände drumherum. Und genau dort liessen wir uns dann auch nieder und bestellten erstmal irgendwas. Hongkong Essversuch Nr 2. Und diesmal es es super. Gott sei Dank 😎👍😁

Bevor ich Euch hier einfach mal Fotos einstelle. Ein Wort zu den Toiletten. Überwiegend sind sie relativ sauber in den Kaufhäusern. Aber auf der Strasse, in kl Geschäften etc. eher nicht. Hongkong ist multikulti und die meisten Asiaten/Inder/Muslime etc machen ihr Geschäft im Stehen und duschen sich danach ab. Es ist also Usus, dass es meist Sitz-und Stehtoiletten in den Kaufhäusern gibt. Hinzu kommt, dass die Abwasserohre dem Toiletenpapier nicht standhalten. Man schmeisst das Papier nicht in die Toilette, sondern daneben in einen Mülleimer, der gern auch mal überquillt. Jaa, da kommt schon gern „Herpes Alarm“ auf. Aber ich hab mich a) daran gewöhnt und b) ich schmeiße es trotzdem ins Klo 😎🙊😁 Ich rate aber, auf Buseisen oder über Landfahrten oder zB Streetfoodmärkten dringend davon ab, in Flip Flops aufs Klo zu gehen… es könnte nasse Füsse geben. 🙊 Die Toilette neben meinem Streetfoodladen war übrigens direkt neben einem Puff. Auch das ist normal 😉😂 Und hier mal ein paar Fotos:

Auf der Speisekarte seht Ihr auch die besagten Blutwürfel ( Bloodpudding) 😉 Chinesen essen nicht wirklich ordentlich. Sie schlürfen, schmatzen und es ist Usus alles da stehen und fallen zu lassen wo sie sind. Beim Essen landet das, was nicht essbar ist, neben dem Teller. Gern fällt auch mal was aus dem Mund…🙄😏😖 Für mich echt super krass am Anfang, aber auch daran gewöhnt man sich. Ok, nur ungern…. und gezwungener Maßen 🤦‍♀️

Tag 2, 29.12.2019

Flower Market, Bird Market, Seafoodmarket, Wundertee 😎😉, 360 Grad Ngong Ping Kabelbahn und den Hintern abgefroren 😖

Am 2. Tag schliefen wir erstmal bis halb 10, und wer mich kennt, weiß, dass das völlig ungewöhnlich ist. Ich stehe seit 25 Jahren um 5 auf der Matte, aber ich war auch echt feddisch, wie man bei uns daheim sagt. In der Lobby haben wir dann in Ruhe Käffchen getrunken und ich dazu noch grünen Tee. Dann stand der Flower Market und Bird Market auf dem Plan. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber Markt impliziert bei mir immer „grosser Platz zum schlendern und schauen“. Ich bring es auf den Punkt: die Hacken abgelaufen für eine Strasse mit Blumengeschäften. Dann „Bird Market“ den nächsten Marsch, weil verlaufen, um dann einen Markt anzutreffen, auf dem Vögel in Minikäfigen zum Verkauf angeboten werden. Die kl Käfige für die Singvögelchen waren ja hübsch, aber ich wollte da schnell wieder weg, weil mir die Vögel einfach leid taten.

.Ab zum Seafoodmarket. Auch da wieder kein Markt, sondern viele Geschäfte mit getrocknetem Fisch. DAS war allerdings interessant. Ich hätte so unglaublich gern gewusst für was man das alles braucht/isst/ wie man es zubereitet. Leider konnte mm uns in dem Viertel da nichts zu sagen. Schade 😐

Bevor wir das Viertel verlassen haben sind wir noch über einen Großmarkt gestolpert, der in einem Haus war… Nase zu halten ist da immer angesagt.. es riecht einfach unglaublich nach Fisch umd Eisen, durch die frisch geschlachtete Tiere. Wer das nicht sehen mag, möge bei den Fotos bitte weitescrollen.

An vielen Ecken wird auch Süßes und Salziges angeboten wie Mandeln Pistazien oder Finger in allen Variationen. Wir haben uns auch mal durchprobiert. Getrockneter spicy Fisch hat uns nicht geschmeckt, aber der Hunger mit Orange war wirklich lecker. Anstandshalber haben wir dann auch welchen gekauft. Der gute Mann war so nett und hat uns sooo viel probieren lassen.

Ach, beinahe hätte ich es vergessen… in Hongkong wird ja sehr viel traditionelle chinesische Medizin gebraucht. Und so findet man an vielen Ecken Stäne mit Tee, der medizinisch wirken soll. Ich hab dann direkt mal probiert. Wirkung: gesunde Augen, Blade6, Nieren. Sah wie Hexenküche aus, hat aber super geschmeckt, süßlich und lecker. Fragt mich nicht was war 😎😊

Und weil wir mit 10 km zu Fuß immer noch nicht genug haten, bschlossen wir den Berg Gnong Peng mit 360 Grad Blick und Aufstieg zu Buddah auch noch mitzunehmen. Das…. sollte ich aber noch bereuen, denn das Wetter in Hongkong zeigte sich nicht gerade freundlich. Gelinde gesagt, es war popokalt.. vllt 4 Grad. Wir mussten um zu Buddah zu kommen mit einer Kabelbahn den Gnong Peng hochfahren. Dazu haben wir erstmal in kaltem Wind und Nieslregen angestanden… dann bei wolken vergangenem Himmel auf den Berg. Bitterkalt, Touristen über Touristen.. gefühlte 2 Grad. Ich hatte schon lange Hose umd 3 Pullover an … Aber die Chinesen sind einfach der Knaller: entweder empfinden sie keine Kälte, oder sie zeigen sie nicht. Und sind unzählig viele Frauen in Röckchen, ohne Am Shirts, Blüschen entgegen gekommen. Fast blau gefroren, aber nie nach aussen gezeigt, dass es bitterkalt ist. An Silvester haben sie uns ja noch mehr geflashed, aber dazu später. Fazit: ja, alles ganz nett da oben, aber halt Touristenspektakel umd sicher schöner bei warmen Temperaturen und guter Sicht.

Abends sind wir dann wieder in unserem Lieblingsviertel in Kowloon gewesen und haben Prawns, Squid und irgendwas Kleines unbekanntes gegessen. Der Tag war auch wirklich super anstrengend, zum einen sind wir 17 km gelaufen, dann war es unerwartet bitterkalt, mir ging es gesundheitlich nicht so soll, ich hatte seit Tagen Beschwerden im Unterbauchbereich und somit waren wir auch früh im Bett.

Tag 3, 30.01.2019

Viktoria Peak, Ein Restaurant Wiedersehen nach 30 Jahren, Soho und die verzweifelte Suche nach der Fähre zum Festland, Licht Show Victoria Habour

Am Morgen des 3. Tages empfing uns der Tag mit Sonne, und gerade dort wo ein Betonklotz neben dem anderen steht, lässt Sonne die Welt einfach schöner aussehen. Heute stand der Peak auf dem Programm. Der Peak ist der höchste Berg auf Hongkong Island und bietet nicht nur in der Silvesternacht einen gigantischen Blick auf Hongkong.

Er ist aber nicht nur Aussichtsplaform, sondern ähnlich wie Beverly Hills der Ort, wo man baut, wenn man Millionen in der Portokasse hat. Und da sind wir schon mal bei den Immobilienpreisen. Ja, wer Frankfurt, München , Mainz und Hamburg kennt, uns das schon teuer findet, der wollte noch nie Wohnraum in Hongkong haben. Knapp 8 Mill Menschen brauchen Platz…Und der kostet! Und, es gibt nur Mini Mini Wohnungen, außer man legt Millionen und mehr hin. Du willst eine 40m2 Eigentumswohnung, dann legt mal schnell 1/2 Millionen Euro auf den Tisch und glaub nicht, dass Du dann auf dem Peak wohnst. Die Menschen wohnen überwiegend in 1 Zim Wohnungen. Als Single auf 8 m2 , als Familie auf 20 m2. Ich stelle später ein paar Fotos von Häuser ein. Da bekommt Ihr eine Dimension was ich meine. Aber erstmal gehts hinauf auf den Peak. Wir sparen uns das Anstehen und die Fahrt mit der Kabelbahn und wollen den Bus nehmen. Es fährt nämlich im 20 min Takt angeblich ein Bus direkt hoch.

Angeblich…weil wir den Bus Stop nicht finden. Erst nach 15 min Wg und x mal fragen, erreichen wir ihn. Vorab ist uns besagter Bs auch schon entgegen gekommen, aber die Haltestelle war viel weiter entfernt als gedacht. Blöd vor allem mit Blasenentzündung bzw wenn man wie ich, alle 5 min eine Toilette aufsuchen muss. Aber irgendwann saßen wir dann im Bus 😅 in ich kann nur jedem empfehlen diese weg6zu nehmen. Man sieht wirklich viel von Hongkong und der Weg auf dn Peak bietet einiges.

Mir fiel auf, dass die meisten Millionäre zwar wunderschöne Anwesen haben, diese aber nicht gepflegt sind. Versteh ich nicht. Wenn ich mir doch für Milliarden so ein Häuschen auf dn Berghang stelle, sollten doch noch 2,50 Euro für Gärtner und Farbe über sein 😏🙄🤔

Bevor wir aus dem Bus (Doppeldecker) aussteigen, fiel uns eine ältere Chinesin auf, die im Sitz zusammengesunken dass. Ihre Begleitung rate, ihr sei schlecht. Ich hatte den Eindruck, dass da mehr dahinter war und mobilisierte den Busfahrer, der erst unwillig war. Dann fand sich aber eine englisch sprechende Chinesin, die dolmetschen könnte. Ich habe sie gebeten einen Arzt zu rufen. Die alte Frau es noch mehr in der Lage Treppen zu steigen. Ich habe aber den Verdacht, dass die Menschen in China nicht in der Öffentlichkeit sagen würden, dass sie nicht mehr können. Hier wird immer das Gesicht gewährt. Zwar stupst und rempelt jeder wo er kann oder latscht mit Handy im Weg rum, aber es wird nie öffentlich gepöbelt, gestritten ode geschrien. Man verliert in China sein Gesicht nicht oder Kontrolle. Das gehört zum guten Ton.

Die Omi oder Frau ( Alter ist bin China sehr schwer einzuschätzen) war versorgt und wir waren auf dem Peak.

Die Aussicht ist wirklich super. Und auch hier..immer höfliche Menschen, Rücksicht, man stellt sich an..ist geduldig. Übrigens birgt jede Attraktion in Honkong meist auch ein Gebäude wo man nicht nur zig Geschäfte an Souvenirs findet, sondern auch Klamotten, Restaurants und ähnliches. Wir wollen aber nur „gucken“ und das können er hier auch 😍

Und hier mal ein paar Bilder von Stadtteilen Hogkongs, das hier nennt sich „Happy valley“ und ist schon gehobener. Es befindet sich am Fuße des Peak

Und nachfolgend noch ein paar Bilder aus Admiralty, Soho , damit Ihr mal einen Eindruk bekommt, von „guten Wohngegenden“

Vom Peak zurück sind wir in Happy Valley ausgestiegen und haben uns auf die Suche nach einem bestimmten Restaurant gemacht. Hintergrund ist, dass der Vater meines Freundes vor 30 Jahren geschäftlich in Hongkong war und dort gern gegessen hat. Auch der Onkel war wohl vor 20 Jahren dort und könnte es noch immer empfehlen. Da mein Freund Christian sehr an seinem Vater hängt, was ja auch normal und gut ist, fand er es eine schöne Idee, diese Fsmilientradition dort zu essen, fortzuführen und gleichzeitig seinem Vater berichten zu können, ob es noch so gut ist.

Wir mussten noch ca 1 Std laufen, bis wir es gefunden hatten. Mittlerweile war es halb 3. Wir bekamen auch noch schnell was zu essen, leider macht das Restaurant um halb 3 eigentlich zu, so dass sie nur uns zuliebe eine Kleinigkeit angeboten haben, eine Suppe. Aber für Christian war es wichtig und ich fand diesen Gedanken der Familientradition auch schön. In Happy Valley haben wir dann entdeckt, dass Hongkong über alt Strassenbahnen verfügt und sind direkt mal in eine eingestiegen und wieder bis in die Innenstadt gefahren. Eigentlich wollte wir mal mit der Fähre nach Hongkong Festland, sonst sind wir nach Kowloon ja immer mit U-Bahn , die fährt ja streckenweise unter dem Meer entlang. Wir haben uns aber völlig verfranst, total blöd, weil wir uns falsch haben leiten lassen. Aber das wussten wir erst am nächsten Tag.

Mittlerweile war es dunkel und wir beschlossen erstmal in der Temple Streit essen zu gehen. Streetfood. Es war eines der besten Essen, das ich je auf der Zunge hatte. Spicy Crab auf frittiertem Knoblauch – gigantisch lecker

Und diesmal hinterließen wir dieselbe Sauerei , wie alle anderen. Man hat keine Wahl. Es bleibt nur der Tisch, der am.Ende einfach abgewischt wird, und der Rest landet im Müll. Aber suuuper lecker. Auf so Idee Knoblauch zu frittieren wäre ich nie gekommen. Top 👍✔

Und weil wir jetzt gestärkt waren, beschlossen wir zurück zu Victoria Habour zu fahren um die „Licht Show“ anzusehen, eine Kunstausstellung mit Lichtern am Hafen, die heute auslief.

Tag 4 , Silvester, 31.12.2018

Bevor ich über den letzten Tag des Jahres berichte, der ja auch unser quasi letzter Tag vor Abflug nach Malaysia ist, noch ein paar Sätze zu Hongkong und unserem Eindruck. Zunächst ist Hongkong multikulti, was uns super gefallen hat. Und obwohl diese Stadt doppelt so gross wie Berlin ist, kommt sie einem viel strukturierter und ruhiger vor. Ja, die Metro ist voll mit Menschen, aber trotzdem immer gefühlt kontrolliert. Und alles so sauber. Das Immunsystem spottbillig, ich fahre 2 Tage 24 Std am Stück günstiger als in Mainz von Gonsenheim in die Stadt und zurück. Oder 1x Bahn nach FFM.

Es ist so sauber… auch bei uns sollte essen und trinken in den Banhöfen und Sbahn, Strassenbahn verboten sein. Stirbt niemand von.

Kein Drängeln an den Türen. Rechts und links Eintieg. In der Mitte kommen die Leute raus.

Bushaltestelle.. super geordnet. Genial 😊

Aber nun zu Silvester. Wir hatten uns vormittags noch mal vorgenommen Mit der Fähre nach Hongkong Festland zu fahren und am Tag zuvor uns schwindlig gesucht nach dem Ticket Counte. Am Hafen rechts geht nur die Fähre nach Macao. Wären wir Honks mal 10 Schritte hinter das Riesenrad am Hafen gegangen, wären und 6 km Fussweg erspart geblieben, aber egal..wir haben den Ticket Counter gefunden und standen endlich auf der Fähre Richtung Soho. Es lohnt sich wirklich über Wasser mal überzusetzen. Hongkong ist wunderschön bei Sonne. Und die letzte rote Dschunke bekamen wir auch das Bild 😍

Das Internet treibt mich in den Wahnsinn. Ich meine, wieso haben Taliban in den tiefsten Höhlen Afghanistans Empfang, während mein WLAN im Hotel permanent abstürzt 😏🙄?

Ich habe jetzt xmas versucht Fotos hochzuladen.. klappt nicht. Gut….dann halt der Rest in Deuschland.

Silvester vormittags sind wir also mit der Fähre nach Hongkong Island , Station: Tsim Sha Tsui. Die Idee hatten wir offenbar nicht ganz allein, denn die Metro war rappelvoll. Aber nix mit schubsen..gesittet voll 😇.

Unser Ziel war es ein kl Restaurant zu finden, welches selbst im Michelin mit sehr gut bewertet wurde. Das war allerdings auch wieder gar nicht so einfach, denn die Karte, die uns vorlag und auf der sämtliche Attraktionen eingezeichnet waren, stimmte nicht. Fanden wir aber natürlich erst viel zu spät heraus. Links war mit rechts verwechselt , und somit suchten wir auf der völlig falschen Seite 🙄 Ich habe mir angewöhnt jedes „Verlaufen “ als sportliche Challenge und Ersatz fürs „Fitness und Laufen“ daheim anzusehen, von daher no problem. Problematisch wird es erst, wenn die Person an Deiner Seite es als „Strafe der Götter“ sieht, Hunger hat wie ein Löwe und die Laune ins bodenlose sinkt 🙊😎😇😂 …aber die Götter waren uns auch hier wohlgesonnen und so standen wir plötzlich vor diesem so „berühmten Laden“, vor dem die Leute angeblich „Schlange stehen “ sollen, um rei zukommen. Naja, von Schlange weit und breit nichts zu sehen. Dafür zig Zeitungsausschnitte an der Wand, wo der Herr und Meister der Küche gelobt und bereist wurde für seine berühmten Dumplings.

Fazit: Wenn ich nicht gelesen hätte, dass es sooooo toll sein soll, ich hätte es nicht geahnt. Kleiner Laden, voll, lieblos gestaltet, Massenabfertigung, unfreundlich. Geschmack: kann man essen, aber ich habe auf Streetfood Märkten besser gegessen.

Shopping finden halt alle toll und Geschäfte gibt genug davon-egal für welchen Geldbeutel. Wir sind aber nur noch ein wenig in der Sonne rumgelaufen , durch Geschäfte geschlendert, denn wir wollten ja abends zum Feuerwerk. Ich war immer noch nicht gesundheitlich fit und unser Mammutprogramm der letzten Tage forderte ein wenig Tribut. Darum verbrachten wir den frühen Abend im Hotel, um um 21.00 Uhr wieder aufzubrechen nach Admiralty Station. Ziel: Victoria Habour. Ich hab mein komplettes Sortiment an dicken Pullis plus Laufjacke , Shirt umd langer Hose angezogen, es versprach kalt zu werden.

Um 21.00 war die Ubahn noch extrem leer. Wir hatten ja die Befürchtung, dass wir vllt auf rund von Menschenmassen gar nicht mehr auf den Platz am Hafen kommen. Aber es war echt locker. Am Hafen angekommen sah man dann aber schon die Einwohner Hongkongs dicht an dicht auf Picknickdecken sitzen. Größtenteils würde gegessen und geredet und gelacht. Was aber extrem auffiel: nur wenige hatten Alkohol dabei, oder zumindest so gut getarnt, dass man ihn nicht sah. Dafür spielten die jungen Leute Gesellschaftsspiele oder solche wie „Wahrheit oder Pflicht“. Und…Was mich echt völlig fasziniert hatte: Alle, wirklich alle haben ihre Schuhe ausgezogen und fein säuberlich neben die Decke gestellt. Faszinierend. 🤓😳😊

Und noch etwas fiel uns auf. Es war wirklich bitterkalt und man müsste, um einen guten Platz zu behalten 2,5 Std auf dem Grün oder Bordstein ausharren. Ganz viele Asiatinnen umd Asiaten waren aber total dünn im „Chic Ausgehlook“ angezogen. Dünnes Seidenhemd/Seidenbluse/Carmenstil /Hot Pants bei max 5 Grad. Umd keinem sah man an, dass er/sie fror. Und noch die Schuhe aus… Ich kam mir echt komisch vor, wie ich mit 10x wärmeren Klamotten gebibbert jnd geklappert hab vor Kälte. Entweder haben die kein Kälteempfinden oder ich bin ein Weichei. Vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte 😃

Die Kulisse war aber der Hammer. Alle Wolkenkratzer beleuchtet. Lichtershows und Lasershows überall.

Um kurz vor 0.00 Uhr dann der Countdown als Lasershow auf dem Festland gegenüber, und endlich war es soweit: Happy New Year 2019

Ein gigantisches Feuerwerk entzündete sich am Himmel und ca 20 min knallte und glitzerte es in allen Farben. Wirklich schön. Wenn ich was vorschlagen dürfte: ich würde es noch mit Musik untermalen. Aber toll, es mal life gesehen zu haben

Videos des Feuerwerks auf Facebook

Und somit waren wir im Jahr 2019 angelangt. Die Nacht sollte kurz sein, denn der Flieger stand um 12.45 zum Abflug nach Malaysia bereit und dies bedeutete um 6.30 Uhr aufstehen 😎😊😉

Weiter geht s mit Travelling Malaysia 2019